<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Zustimmungsfiktionsklausel - Unzicker</title>
	<atom:link href="https://unzicker-legal.de/tag/zustimmungsfiktionsklausel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://unzicker-legal.de</link>
	<description>Rechtsanwälte</description>
	<lastBuildDate>Sat, 21 Mar 2026 08:15:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>

<image>
	<url>https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2019/07/cropped-unzicker-dot-32x32.jpg</url>
	<title>Zustimmungsfiktionsklausel - Unzicker</title>
	<link>https://unzicker-legal.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Zustimmung zu AGB per Schweigen? Geht nicht, wissen Banken längst</title>
		<link>https://unzicker-legal.de/2025/06/17/zustimmung-zu-agb-per-schweigen-geht-nicht-wissen-banken-laengst/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zustimmung-zu-agb-per-schweigen-geht-nicht-wissen-banken-laengst</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 17:42:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[AGB]]></category>
		<category><![CDATA[Zustimmungsfiktionsklausel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://unzicker-legal.de/?p=4992</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stilles Einverständnis von Kunden bei Entgeltänderungen ist Vergangenheit. Der BGH hat erneut klare Grenzen gezogen und zum Beginn der Verjährungsfrist Stellung genommen. Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Sparkasse – hieß es bei der zugrundeliegenden Musterfeststellungsklage. Neben der Frage, ob Entgelte, erhoben auf Grundlage einer&#160;Zustimmungsfiktionsklausel und von Kunden über Jahre widerspruchsfrei gezahlt, behalten werden dürfen, ging es um [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2025/06/17/zustimmung-zu-agb-per-schweigen-geht-nicht-wissen-banken-laengst/">Zustimmung zu AGB per Schweigen? Geht nicht, wissen Banken längst</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong>Stilles Einverständnis von Kunden bei Entgeltänderungen ist Vergangenheit. Der BGH hat erneut klare Grenzen gezogen und zum Beginn der Verjährungsfrist Stellung genommen.</strong></p>


<p><span id="more-4992"></span></p>


<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="4998" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/Zustimmungsfiktionsklausel-1-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-4998" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/Zustimmungsfiktionsklausel-1-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/Zustimmungsfiktionsklausel-1-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/Zustimmungsfiktionsklausel-1-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/Zustimmungsfiktionsklausel-1-768x768.png 768w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/Zustimmungsfiktionsklausel-1.png 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="4999" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/BGH_XI-ZR_45-24-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-4999" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/BGH_XI-ZR_45-24-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/BGH_XI-ZR_45-24-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/BGH_XI-ZR_45-24-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/BGH_XI-ZR_45-24-768x768.png 768w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/06/BGH_XI-ZR_45-24.png 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Sparkasse – hieß es bei der zugrundeliegenden Musterfeststellungsklage. Neben der Frage, ob Entgelte, erhoben auf Grundlage einer&nbsp;<strong>Zustimmungsfiktionsklausel</strong> und von Kunden über Jahre widerspruchsfrei gezahlt, behalten werden dürfen, ging es um die Frage, wann die <strong>Verjährungfrist</strong> für Rückforderungsansprüche zu laufen beginnt. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Fall und der bisherige Prozessverlauf</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 1. Dezember 2016 erhöhte die beklagte Sparkasse bei Bestandskunden die Entgelte für Girokonten mit Kontokorrent. Im September 2016 hatte sie die Kunden durch Übersendung eines Auszugs aus dem neuen Preis- und Leistungsverzeichnis informiert. Die Änderung stützte sie auf eine AGB-Klausel, wonach Änderungen als genehmigt gelten, sollte der Kunde nicht innerhalb von zwei Monaten widersprechen. Wörtlich hieß es dort:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[…] Die Zustimmung des Kunden gilt als erteilt, wenn er seine Ablehnung nicht vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen angezeigt hat. […].&#8220; (sog. Zustimmungsfiktionsklausel).&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in seinem Urteil vom 27. April 2021 (XI ZR 26/20) stufte der BGH solche Klauseln als&nbsp;<strong>unwirksam</strong>&nbsp;ein.</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://unzicker-legal.de/2021/04/29/bgh-urteilt-ueber-agb-von-banken/" title="">Click zum Beitrag | Wer schweigt, sagt ja?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach Verkündung des BGH-Urteils strich die Sparkasse die entsprechende Klausel aus ihren AGB; gegenüber Neukunden wurde sie demnach nicht verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber Bestandskunden lehnte sie es ab, auf Basis der unwirksamen Klausel gezahlte Entgelte zurückzuzahlen. Argument: Die Kunden hätten über Jahre hinweg widerspruchslos gezahlt. Dies sei als konkludente Zustimmung zu werten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Musterkläger, ein nach § 4 UKlaG eingetragener Verbraucherschutzverband, erhob Musterfeststellungsklage, u.a. mit folgenden Feststellungszielen:</p>



<h4 class="wp-block-heading has-white-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-b0e0e0c051cc4c6f60d38f5ad9076d50" style="background-color:#002e56">Feststellungsziel 1</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zustimmungsfiktionsklausel der Musterbeklagten ist im Verkehr mit Verbrauchern unwirksam. &nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading has-white-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-a07f173d37d41fc03a1d3514cca8cea8" style="background-color:#002e56">Feststellungsziel 3a</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Musterbeklagte hat von Verbrauchern alle Entgelte bzw. Gebühren im Zusammenhang mit der Führung und Nutzung eines Girokontos ohne Rechtsgrund erhalten, soweit diesen Entgelten keine ausdrückliche Vereinbarung zwischen den Verbrauchern und der Musterbeklagten zugrunde liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfsweise: Die Musterbeklagte hat von Verbrauchern alle Entgelte im Zusammenhang mit der Führung und Nutzung eines Girokontos ohne Rechtsgrund erhalten, soweit der Erhebung dieser Entgelte eine Zustimmungsfiktion gemäß der Zustimmungsfiktionsklausel zugrunde liegt.</p>



<h4 class="wp-block-heading has-white-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-03eac727279e5ae482a105652dd5765f" style="background-color:#002e56">Feststellungsziel 4</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Musterbeklagte hat von Verbrauchern durch deren vorbehaltlose Hinnahme von Rechnungsabschlüssen ein Saldoanerkenntnis ohne Rechtsgrund erhalten, soweit diese Rechnungsabschlüsse Belastungen der Verbraucher mit Entgelten enthalten, für die kein Rechtsgrund besteht.</p>



<h4 class="wp-block-heading has-white-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-0b84c26e6cf37dc071867d7d3dee39f0" style="background-color:#002e56">Feststellungsziel 5</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Musterbeklagte kann sich gegenüber Verbrauchern nicht deswegen auf eine konkludente Annahme bzw. Zustimmung zu den von der Musterbeklagten angebotenen Entgelten berufen, nur weil die Verbraucher ihre Konten weitergenutzt haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading has-white-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-4542f51de1cc5913b8b19b06294a103c" style="background-color:#002e56">Feststellungsziel 6</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann keine ergänzende Vertragsauslegung erfolgen, wonach Verbraucher das Fehlen eines rechtlichen Grundes für die Erhebung von Entgelten nicht geltend machen können, weil sie diese Entgelte nach Zugang der Abrechnungen nicht beanstandet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Einfach ausgedrückt: Man kann die Verträge nicht so deuten, dass Verbrauchern der Einwand abgeschnitten ist, ohne Rechtsgrund Entgelt gezahlt zu haben, weil sie die Entgelte nicht beanstandet haben.</em></p>



<h4 class="wp-block-heading has-white-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-785f28f785d34c2ed99c0fc44a0afd2b" style="background-color:#002e56">Feststellungsziel 7</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verjährung der Ansprüche von Verbrauchern auf Erstattung von Entgelten beginnt erst ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem Verbraucher Kenntnis von der Unwirksamkeit der Zustimmungsfiktionsklausel haben oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätten haben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfsweise: &nbsp;Die kenntnisabhängige Verjährungsfrist beginnt frühestens mit dem Schluss des Jahres 2021 zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Kammergericht war der Musterkläger zum Teil erfolgreich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Entscheidung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der BGH hat nicht alle Feststellungsziele durchgewunken, insbesondere dort, wo Rechtsfragen bereits höchstrichterlich geklärt oder zu pauschal formuliert waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So verwundert es auch nicht, dass das Feststellungsziel 1 angesichts der Rechtsprechung vm 21. April 2021 als unzulässig bewertet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der BGH hat klargestellt:&nbsp;Zustimmungsfiktionsklauseln gegenüber Verbrauchern sind unwirksam; für die Erhebung der Entgelte fehlte eine rechtliche Grundlage. Verbraucher können sich auch dann auf die Unwirksamkeit der Klausel berufen und das Entgelt zurückverlangen, wenn sie über drei Jahre widerspruchslos gezahlt haben Anders ausgedrückt: <strong>Die bloße Zahlung stellt keine konkludente Zustimmung dar</strong>, wenn die Entgelte auf einer unwirksamen Klausel beruhen. Die Feststellungsziele 3a, 4 und 6 sind daher begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Feststellungsziel 5 wurde als unzulässig angesehen. Gegenstand sei eine nach den Umständen des Einzelfalls zu beurteilende Frage, die nicht im Rahmen eines Musterverfahrens geklärt werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Feststellungsziel 7 hatte den Beginn der Verjährungsfrist zum Gegenstand. Dieses war nach Ansicht des BGH unbegründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Maßgeblich sei die Dreijahresfrist des § 195 BGB. Diese beginnt gemäß § 199 Abs. 1 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben ausgeführt haben die Kläger mit dem Feststellungsziel 7 folgende Feststellungen begehrt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Eine Verjährung der Ansprüche von Verbrauchern auf Erstattung von Entgelten beginnt erst ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab dem Verbraucher Kenntnis von der Unwirksamkeit der Zustimmungsfiktionsklausel haben oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätten haben können.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hilfsweise:&nbsp; Die kenntnisabhängige Verjährungsfrist beginnt frühestens mit dem Schluss des Jahres 2021 zu laufen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kläger stellen sich also auf den Standpunkt, dass für den Beginn der Verjährungsfrist Kenntnis der Unwirksamkeit der Klausel nötig ist, zumindest aber, dass der Verjährungsbeginn bis zum Urteil des BGH im April 2021 hinausgeschoben worden sei. Denn bis dahin sei die Rechtslage unsicher und zweifelhaft gewesen. Davon ausgehend beginne die Dreijahresfrist frühestens mit Schluss des Jahres 2021 zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der BGH hat beide Punkte anders beurteilt. Kenntnis von der Unwirksamkeit der Klauseln ist nicht nötig. Entstanden sind die Rückerstattungsansprüche der Verbraucher mit der Genehmigung der Saldoabschlüsse der Girokonten durch die Verbraucher (nach Ablauf der sechswöchigen Einwendungsfrist), nicht bereits mit Abbuchung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verbraucher hätten bereits vor dem zitierten Urteil Klage erheben können. Der vor diesem Urteil ergangenen Rechtsprechung ist nicht zu entnehmen, dass Zustimmungsfiktionsklauseln durch den BGH gebilligt werden. Seit jeher gilt der Grundsatz: Schweigen des Verwendungsgegners (= Adressat der AGB) zu einem Antrag auf Vertragsänderung ist nicht als Annahme zu sehen. Von diesem Grundsatz weicht eine Zustimmungsfiktionsklausel ab. Ferner zitiert der BGH ein Urteil vom 11. Oktober 20027 (III ZR 63/07), mit dem das Urteil vom 27. April 2021 auf einer Linie liege.</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;client=12&amp;pos=0&amp;anz=1&amp;Blank=1.pdf&amp;nr=142072" title="">Click zum BGH | Urteil vom 3. Juni 2025 &#8211; XI ZR 45/24</a></strong></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/2025102.html" title="">Click zum BGH | Presseerklärung Nr. 102/2025 vom 3. Juni 2025</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2025/06/17/zustimmung-zu-agb-per-schweigen-geht-nicht-wissen-banken-laengst/">Zustimmung zu AGB per Schweigen? Geht nicht, wissen Banken längst</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meckern überflüssig: Bankkunde kann Kontoführungsentgelt zurückfordern</title>
		<link>https://unzicker-legal.de/2024/12/02/meckern-ueberfluessig-bankkunde-kann-kontofuehrungsentgelt-zurueckfordern/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=meckern-ueberfluessig-bankkunde-kann-kontofuehrungsentgelt-zurueckfordern</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 07:39:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Rückforderungsanspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Zustimmungsfiktionsklausel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://unzicker-legal.de/?p=4665</guid>

					<description><![CDATA[<p>Leider nein. &#8211; Nur weil ein Kunde sein Girokonto nutzt, heißt das nicht, dass er geänderte Nutzungsbedingungen abnickt. Zustimmungsfiktionsklauseln von Banken und Sparkassen sind nach gefestigter BGH-Rechtsprechung nichtig. Doch wie lange können Kunden Entgelt für Kontoführung zurückfordern, das sie auf Basis solcher Klauseln widerspruchslos bezahlt haben? 21. Ab da wird&#8217;s spannend. 21 ist die Randziffer [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2024/12/02/meckern-ueberfluessig-bankkunde-kann-kontofuehrungsentgelt-zurueckfordern/">Meckern überflüssig: Bankkunde kann Kontoführungsentgelt zurückfordern</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><em>Leider nein. </em>&#8211; Nur weil ein Kunde sein Girokonto nutzt, heißt das nicht, dass er geänderte Nutzungsbedingungen abnickt. Zustimmungsfiktionsklauseln von Banken und Sparkassen sind nach gefestigter BGH-Rechtsprechung nichtig. Doch wie lange können Kunden Entgelt für Kontoführung zurückfordern, das sie auf Basis solcher Klauseln widerspruchslos bezahlt haben? </strong></p>


<p><span id="more-4665"></span></p>


<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="4180" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/BGH-XI-ZR-40-23-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-4180" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/BGH-XI-ZR-40-23-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/BGH-XI-ZR-40-23-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/BGH-XI-ZR-40-23-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/BGH-XI-ZR-40-23-768x768.png 768w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/BGH-XI-ZR-40-23.png 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="4506" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-4506" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-768x768.png 768w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. Ab da wird&#8217;s spannend. 21 ist die Randziffer in den Entscheidungsgründen des Urteils, ab der das Berufungsurteil zerlegt wird. Doch dazu später. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Fall</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der klagende Bankkunde fordert Kontoführungsgebühren zurück, die ohne seine ausdrückliche Zustimmung erhoben wurden. Die beklagte Sparkasse beruft sich auf eine sog. Zustimmungs(fiktions)klausel.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="627" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel.png" alt="" class="wp-image-4514" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel.png 1000w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel-300x188.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel-768x482.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Einwand des Klägers: Die Klausel ist unwirksam!</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Gegeneinwand der Beklagten: Die Ansprüche sind verjährt!!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unteren Instanzen gaben beiden recht. Die Klauseln sind unwirksam, was dem Kläger aber nichts nützte, weil er erst nach Ablauf der Dreijahresfrist, sprich zu spät, die Zahlung beanstandet hatte. Ergebnis: Klageabweisung. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Entscheidung des BGH</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der BGH hob das Berufungsurteil auf und verurteilte die Beklagte zur Rückzahlung gem. § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 1 BGB. Die Entgelte seien ohne Rechtsgrund vereinnahmt worden. In Bezug auf die Zustimmungsfiktionsklausel gab es erwartungsgemäß keine Überraschung. <em>Unwirksam</em> lautet das Urteil. Dies entspricht der gängigen Rechtsprechung. </p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2021&amp;nr=118834&amp;linked=urt&amp;Blank=1&amp;file=dokument.pdf">Click zum BGH | Urteil vom 27. April 2021 &#8211; XI ZR 26/20</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant wird das Urteil ab Randziffer 21 der Entscheidungsgründe: Die Beklagte dürfte die Entgelte nicht deshalb behalten, weil der Kläger widerspruchslos über drei Jahre gezahlt hatte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dreijahreslösung bei unwirksamen Preisanpassungsklauseln in Energielieferungsverträgen half der Sparkasse nicht weiter. Denn diese ist laut BGH auf unwirksame Zustimmungsfiktionsklauseln von Banken und Sparkassen nicht übertragbar. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="627" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/01/BGH-VIII-ZR-113-11.png" alt="" class="wp-image-4666" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/01/BGH-VIII-ZR-113-11.png 1000w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/01/BGH-VIII-ZR-113-11-300x188.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2025/01/BGH-VIII-ZR-113-11-768x482.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lücke im Vertrag, verursacht durch die unwirksame Zustimmungsfiktionsklausel, ist nicht durch ergänzende Vertragsauslegung, sondern durch dispositives Gesetzesrecht zu schließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach hat die Zustimmung des Kunden zu einer Vertragsänderung, die durch die unwirksame Zustimmungsfiktionsklausel fingiert werden sollte, durch eine Willenserklärung des Kunden zu erfolgen. Eine dreijährige Frist, binnen derer der Bankkunde die unwirksame Bankentgelte beanstandet haben muss, um nicht an das von der Bank oder Sparkasse Angetragene gebunden zu sein, sieht das nach § 306 Abs. 2 BGB maßgebende dispositive Gesetzesrecht nicht vor. Der Kunde kann also seine gezahlten Entgelte zurückfordern.</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/2024219.html?nn=19698724" title="">Click zum BGH | Presseerklärung vom 19. November 2024 – Nr. 219/2024</a></strong></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://www.juris.de/r3/document/NJRE001596234" title="">Click zu Juris | Urteil des BGH vom 19. November 2024 – XI ZR 139/23</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Urteil wirft an einer Stelle Fragen auf: In der Presserklärung vom Nr. 167/2024 vom 21. August 2024 &#8211; Hinweis auf den Verhandlungstermin am 19. November 2024 &#8211; wird der Eindruck erweckt, als ginge es in den Entscheidungen um die Frage der Verjährung. </p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/2024167.html?nn=10690868" title="">Click zum BGH | Presseerklärung vom 21. August 2024 – Nr. 167/2024</a></strong></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://unzicker-legal.de/2024/08/24/wie-lange-kann-kontofuhrungsentgelt-zuruckgefordert-werden/" title="">Click zum Beitrag | Ich will mein Geld! Wie lange kann Kontoführungsentgelt zurückgefordert werden?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bezug auf zeitliche Fragen geht es in den BGH-Ausführungen aber darum, ob die o.g. Dreijahresfrist aus dem Bereich von Energielieferungsverträgen im konkreten Fall anwendbar ist, was verneint wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Widerspruch in der Entscheidung ergibt sich daraus, dass der Kunde auch nach drei Jahren widerspruchsloser Zahlung das Geld zurückfordern kann. Gleichzeitig führt der XI. Senat in Randziffer 24 aus, dass Ansprüche auf Rückzahlung rechtsgrundlos vereinnahmter Bankentgelte der regelmäßigen Verjährung von drei Jahren unterliegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2024/12/02/meckern-ueberfluessig-bankkunde-kann-kontofuehrungsentgelt-zurueckfordern/">Meckern überflüssig: Bankkunde kann Kontoführungsentgelt zurückfordern</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich will mein Geld! Wie lange kann Kontoführungsentgelt zurückgefordert werden?</title>
		<link>https://unzicker-legal.de/2024/08/24/wie-lange-kann-kontofuhrungsentgelt-zuruckgefordert-werden/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wie-lange-kann-kontofuhrungsentgelt-zuruckgefordert-werden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 14:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Rückforderung Bankentgelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zustimmungsfiktionsklausel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://unzicker-legal.de/?p=4503</guid>

					<description><![CDATA[<p>Habe ich ja gesagt? – Die Frage stellten sich vielleicht Bankkunden beim Anblick von Abbuchungen: Betrag X Kontoführungsentgelt. Nein, sie haben nicht ja gesagt, jedenfalls nicht ausdrücklich. Begründung der Bank für die Abbuchungen: Zustimmungsklausel. Rückforderungsansprüche wurden deshalb abgelehnt, mit der weiteren Begründung, die Ansprüche seien verjährt. Ob dem so ist, wird der BGH hoffentlich entscheiden. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2024/08/24/wie-lange-kann-kontofuhrungsentgelt-zuruckgefordert-werden/">Ich will mein Geld! Wie lange kann Kontoführungsentgelt zurückgefordert werden?</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong>Habe ich <em>ja</em> gesagt? – Die Frage stellten sich vielleicht Bankkunden beim Anblick von Abbuchungen: Betrag X Kontoführungsentgelt. Nein, sie haben nicht <em>ja</em> gesagt, jedenfalls nicht ausdrücklich. Begründung der Bank für die Abbuchungen: Zustimmungsklausel. Rückforderungsansprüche wurden deshalb abgelehnt, mit der weiteren Begründung, die Ansprüche seien verjährt. Ob dem so ist, wird der BGH hoffentlich entscheiden.</strong></p>


<p><span id="more-4503"></span></p>


<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="4505" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR-139-23-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-4505" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR-139-23-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR-139-23-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR-139-23-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR-139-23-768x768.png 768w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR-139-23.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="4506" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-4506" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23-768x768.png 768w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/11/BGH_XI-ZR_139-23.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">19. Dezember 2023 – dies wäre der Tag gewesen. An diesem Tag hätte der BGH entschieden, wann der Anspruch auf Rückforderung von Kontoführungsentgelt verjährt, das aufgrund einer unwirksamen Zustimmungklausel erhoben wurde. Dazu kam es nicht, Revisionen zurückgenommen, Termin abgesagt, Zeit für Punsch und Plätzchen.</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://unzicker-legal.de/2023/11/06/bgh-urteilt-zur-verjaehrung-des-anspruchs-auf-rueckforderung-von-bankentgelten/">Click zum Beitrag | Don’t save the date: BGH urteilt nicht zur Verjährung des Anspruchs auf Rückforderung von Bankentgelten</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Elf Monate später nun eine neue Chance.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Fälle</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die klagenden Bankkunden fordern Kontoführungsgebühren zurück, die ohne ihre ausdrückliche Zustimmung erhoben wurden. Die beklagten Sparkassen berufen sich auf eine sog. Zustimmungs(fiktions)klausel.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="627" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel.png" alt="" class="wp-image-4514" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel.png 1000w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel-300x188.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2024/08/Zustimmungsklausel-768x482.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Einwand der Kläger: Die Klausel ist unwirksam!</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Gegeneinwand der Beklagten: Die Ansprüche sind verjährt!!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unteren Instanzen gaben beiden recht. Die Klauseln sind unwirksam, die Ansprüche aber verjährt. Dreijahresfrist abgelaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Pech gehabt, liebe Kläger. Das nächste Mal bitte früher klagen.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Entscheidungen des BGH</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hinblick auf die Zustimmungsklausel dürfte es wohl keine Überraschung geben. <em>Unwirksam</em> lautet das Urteil.</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2021&amp;nr=118834&amp;linked=urt&amp;Blank=1&amp;file=dokument.pdf">Click zum BGH | Urteil vom 27. April 2021 &#8211; XI ZR 26/20</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wie lange können solche Ansprüche geltend gemacht werden? Drei Jahre, zehn Jahre?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beklagte Sparkasse meint drei Jahre, die Kläger sind anderer Meinung. Welcher, lässt sich der Presseerklärung nicht genau entnehmen. Auf jeden Fall, länger als drei Jahre, Wie lange genau, wird hoffentlich am 19. November 2024 bekannt, denn da soll über die Revisionen verhandelt werden.</p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/2024167.html?nn=10690868"><strong>Click zum BGH | Presseerklärung vom 21. August 2024 – Nr. 167/2024</strong></a></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#707070"><strong><a href="https://unzicker-legal.de/2024/12/02/meckern-ueberfluessig-bankkunde-kann-kontofuehrungsentgelt-zurueckfordern/" title="">Click zum Beitrag | Meckern überflüssig: Bankkunde kann Kontoführungsentgelt zurückfordern</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2024/08/24/wie-lange-kann-kontofuhrungsentgelt-zuruckgefordert-werden/">Ich will mein Geld! Wie lange kann Kontoführungsentgelt zurückgefordert werden?</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer schweigt, sagt ja? &#8211; BGH urteilt über Banken-AGB</title>
		<link>https://unzicker-legal.de/2021/04/29/bgh-urteilt-ueber-agb-von-banken/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=bgh-urteilt-ueber-agb-von-banken</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2021 08:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[AGB-Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Zustimmungsfiktionsklausel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://redesign-unzicker.staging-84ghz.de/?p=1005</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer den Mund hält, sagt, rein tatsächlich betrachtet, erst mal nichts und möchte damit auch meist nichts ausdrücken. Rechtlich kann Schweigen aber Zustimmung bedeuten. Bislang war es in AGB von Banken üblich, Klauseln zu verwenden, die die Zustimmung des Kunden fingieren, wenn dieser nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt widerspricht. Die bislang gängige Praxis soll [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2021/04/29/bgh-urteilt-ueber-agb-von-banken/">Wer schweigt, sagt ja? – BGH urteilt über Banken-AGB</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong>Wer den Mund hält, sagt, rein tatsächlich betrachtet, erst mal nichts und möchte damit auch meist nichts ausdrücken. Rechtlich kann Schweigen aber Zustimmung bedeuten. Bislang war es in AGB von Banken üblich, Klauseln zu verwenden, die die Zustimmung des Kunden fingieren, wenn dieser nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt widerspricht. Die bislang gängige Praxis soll künftig nicht mehr möglich sein. Sagt der BGH.  </strong></p>


<p><span id="more-1005"></span></p>


<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1080" data-id="2589" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-AGB-Banken.png" alt="" class="wp-image-2589" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-AGB-Banken.png 1080w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-AGB-Banken-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-AGB-Banken-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-AGB-Banken-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-AGB-Banken-768x768.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1080" data-id="2590" src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-Urteil-27.4.2021_XI-ZR-27-20.png" alt="" class="wp-image-2590" srcset="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-Urteil-27.4.2021_XI-ZR-27-20.png 1080w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-Urteil-27.4.2021_XI-ZR-27-20-300x300.png 300w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-Urteil-27.4.2021_XI-ZR-27-20-1024x1024.png 1024w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-Urteil-27.4.2021_XI-ZR-27-20-150x150.png 150w, https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/08/BGH-Urteil-27.4.2021_XI-ZR-27-20-768x768.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></figure>
</figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="der-sachverhalt">DER SACHVERHALT</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die beklagte Bank verwendete in ihren AGB gegenüber Verbrauchern Klauseln, nach denen eine Zustimmung des Kunden fingiert wird, wenn dieser der Bank nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt seine Ablehnung anzeigt. Mit anderen Worten: Wer schweigt, stimmt automatisch zu. Geht das so einfach? Nein, dachten sich der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände. Sie halten die Klauseln für unwirksam und haben deshalb dagegen geklagt.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="600" style="aspect-ratio: 1080 / 600;" width="1080" controls src="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/02/NOe.mp4"></video></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="das-urteil-des-bgh">DAS URTEIL DES BGH</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansicht &#8211; Unwirksamkeit der Klauseln &#8211; ist auch der BGH. Begründung: Die Klausel betrifft nicht nur einzelne Punkte der jeweiligen Geschäftsbeziehung, sondern jegliche Verträge des Privatkunden mit der Bank – ohne Beschränkung, weder inhaltlich noch gegenständlich. Schweigt der Kunde, gilt das als Zustimmung zur Vertragsänderung. Die Bank weicht damit vom Grundgedanken des AGB-Rechts ab (§ 305 Abs. 2, § 311 Abs. 1, §§ 145 ff. BGB), so der BGH. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist der Grundgedanke des AGB-Rechts?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Bank muss auf ihre AGB <strong>hingewiesen</strong> haben (ausdrücklich oder durch sichtbaren Aushang am Ort des Vertragsschlusses).</li>



<li>Der Kunde muss zumindest die <strong>Möglichkeit</strong> gehabt haben, von den AGB <strong>Kenntnis</strong> zu nehmen </li>



<li>und damit <strong>einverstanden</strong> sein.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Indem eine Bank von diesen Vorgaben abweicht, benachteiligt sie Kunden unangemessen, § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB. Die weit gefasste Klausel gibt der Bank die Möglichkeit, die gesamte Geschäftsbeziehung zum Kunden umzugestalten, wenn dieser die Änderung nicht fristgerecht ablehnt. Derart weitreichende Änderungen kommen dem Abschluss eines neuen Vertrags gleich, so dass ein eigener Änderungsvertrag notwendig gewesen wäre, der den gesetzlichen Anforderungen (§ 305 Abs. 2, § 311 Abs. 1, §§ 145 ff. BGB, <strong>Hinweis | Möglichkeit der Kenntnisnahme | Einverständnis</strong>) standhalten muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber, wie derartige Klauseln im Rechtsverkehr mit Geschäftskunden zu bewerten sind, werden keine Aussagen getroffen. Das Urteil hat jedoch weitreichende praktische Folgen: In künftigen Verträgen müssen Klauseln vereinbart werden, die den Anforderungen von Gesetz und Rechtsprechung genügen; bei den zahlreichen Bestandsverträgen mit unwirksamen Klauseln besteht ebenfalls Handlungsbedarf. </p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2021&amp;nr=118834&amp;linked=urt&amp;Blank=1&amp;file=dokument.pdf">Click zum BGH | Urteil des BGH vom 27. April 2021 &#8211; XI ZR 26/20</a> </strong></p>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e8e8e8"><strong><a href="https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/2021088.html">Click zum BGH | Pressemitteilung Nr. 88/2021 vom 27. April 2021</a></strong></p><p>The post <a href="https://unzicker-legal.de/2021/04/29/bgh-urteilt-ueber-agb-von-banken/">Wer schweigt, sagt ja? – BGH urteilt über Banken-AGB</a> first appeared on <a href="https://unzicker-legal.de">Unzicker</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://unzicker-legal.de/wp-content/uploads/2022/02/NOe.mp4" length="1276206" type="video/mp4" />

			</item>
	</channel>
</rss>
